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Dr. H. Tremp
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Ökologie

Die Wissenschaft Ökologie (Begriff: Ernst Haeckel 1866) erforscht die Beziehungen der Lebewesen untereinander und mit ihrer Umwelt. Das Adjektiv „ökologisch“ beruht auf eben solchen Beziehungen - es kennzeichnet diese.

„Ökologisch“ bezeichnet mittlerweile auch den ressourcen- und umweltschonenden Umgang mit der Natur, oder eine „naturnahe“ Lebensführung. Warum sie Hautcre-me, Haferschleim und Bier als ökologisch bezeichnen, sollten Hersteller und Werbe-profis näher erläutern.

Natur

...ein semantisches Chamäleon...

 

 

 

„Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund und ehrt ihre Freiheit, indem er bloß ihre Willkür zügelt.“1

 


 

„The opposite of nature is impossible.“2

 

1. Denken findet themenbezogen statt. Daher ist es förderlich, etwas zu wissen
    (über das man nachdenken kann).

 

2. Wenn solche im Kern ökologischen Inhalte auf diese Weise kommuniziert und in
   die Gesellschaft getragen werden3, sollten sie dort keine maßgebliche Resonanz
   hervorrufen.

Fragen 4

 

Kommunalpolitik Stuttgart part of THE LÄNDLE - fragwürdige Realitäten

  • Warum nennt man in Stuttgart Freilandversuche mit Einfachwiederholung „ökologisch-wissenschaftliche Experimente“?
  • Warum werden im öffentlichen Raum Lösungen zur Feinstaubreduktion installiert und danach die Lösungen erforscht?
  • Warum hat ein Luftqualitätsindex (Baden-Württemberg) 6 Signalfarben, wobei die Farbe Blau allein drei der unteren (günstigen) Stufen kennzeichnet? Alles blau - alles gut?
  • Was empfinden Sie beim Anblick eines sich drehenden und dabei horizontal von einer Hausfassade abstehenden Bäumchens? Welchen Klima-Beitrag (CO2) leisten mit dem Tieflader von Niedersachsen nach Stuttgart transportierte Bäume für das Stadt-Budget?
  • Ist das Verteilen grüner Plastikgießkannen und die periodische Installation mobiler Bäume Teil einer umfassenden Klimastrategie?
  • Wurde bei der Vergabe des Nachhaltigkeitspreises 2022 die jahrzehntelange Belastung der Trinkwasser-Ressource Stuttgarter Parkseen mit Straßenablauf bedacht?
  • Hindert Sie die Sorge um Ihre Gesundheit, oder ein Gesetz daran, im Neckar zu baden?
     

Wissenschaft - fragwürdige Motivationen & Strukturen

  • Warum steht an Universitäten die Höhe eingeworbener Geldmittel für Bedeutung und Expertise, auch wenn das Geld in den Sand gesetzt wurde?
  • Falls zur Freiheit der Forschung auch die Freiheit zum Misslingen gehört, warum hört man selten davon?
  • Glauben Sie an die innovative Kraft ihrer Konzepte zur Lösung drängender (welcher genau) Zukunftsaufgaben? 
  • Bedürfen Großstädte „autonomer Pflanzen mit sensorgesteuerter Bewässerung bei geringem Energiebedarf“, oder Streuobstwiesen Selbstfahr-Baumschneideroboter?5
  • Treffen sich Spezialisten für Bienensterben & Biodiversitätsverlust, städtische Hitzere-
    korde & Katastrophenhochwasser untereinander?
  • Hören Politik und Verwaltung nicht auf Wissenschaft? Andererseits, wie bereitwillig bedienen Ökologie-Expertinnen politisch-sedative Vorgaben?6
  • Wie geschieht Wissenschaftskommunikation in die Gesellschaft hinein?
     

Natur - fragwürdige Einstellungen

  • Warum wird Friedrich Schiller im Natur- und Umweltschutz Baden-Württembergs so ger-ne zitiert? Weil hier die Klassiker noch zählen?
  • „Klima ist unzweifelhaft ein Bestandteil der Natur - aber wer bringt Klimaschutz mit Natur-schutz in Verbindung“ (Haber 2010)?
  • Ökologie? Wölfe ja, Glyphosat nein und Blühstreifen und Klimabäume.
  • Warum sprechen Ökologinnen nicht mehr vom ökologischen Gleichgewicht, dafür mittler-weile alle anderen?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen nach EU-Recht geschützten offenen/aktiven Blockschutthalden (Wilde Natur) und nicht-zulässigen Schotter-Gärten (Kontrolle +  Ord-nung vom Landschaftsgärtner)? Plädoyer für eine lebendige Diskussion über Steine.
  • Warum wollen wir laufend Natur & Klima, Eisbären & Insekten retten, anstatt zunächst uns selbst7?

  • Haben Sie erwogen, geradlinig anstatt quer zu denken?

1 Schiller, F.: Theoretische Schriften. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von
   Briefen, 1793-1794. Vierter Brief.   Zum ambivalenten Verhältnis Schillers gegenüber der Natur.

2  Fuller, R. B.: Public lecture at Columbia University (Spring 1965).

3  Wie gezeigt, ergänzen sich dabei Politik, Wirtschaft, Verwaltung und mediale Boulevard-Ökologie ideal.
4  i.S.v. Max Frisch (1998): Fragebogen. Suhrkamp Verlag. 16. Auflage. Frankfurt am Main.

5  Smart farming (oder Landwirtschaft 4.0) meets Kultur- und Naturschutz.

6  „Listen to science“ (Greta Thunberg; ohne Datum).

    „So sehr die Generation Greta der Politik misstraut, so sehr vertraut sie der Wissenschaft“ (Hurrelmann &
    Albrecht 2020; Kapitel Politik auf Faktenbasis).

    „Zum Erhebungszeitpunkt waren 92 Prozent des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals 
an Hoch-
     schulen befristet beschäftigt“ (Forschung & Lehre 2021).

     Das universitäre Prekariat, wie auch freie Ökologinnen nerven selten. Die Aussicht auf die Dauerstelle,
     eine gesicherte Auftragslage und Aufrechterhaltung eines gewissen Expertenstatus (Qualifikation privat
     finanzieren - ohne Projektmittel?) leiden darunter.

7   z.B. vor zu schönen Bildern, Postfakten, Dürren, digitaler Öde, Verkehr, Denguefieber...

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