Limnoterra
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Ökologie ist komplexer und sperriger als Jura, Baustatik und automotive Lenkungssysteme zusammen. Solche sicherheitsrelevanten Tätigkeiten überlassen Politik, Medien und die Öffentlichkeit i.d.R. Experten. 

 

Experten/innen im obigen Sinne für Ökologie (nachgeordnet Natur- & Umweltschutz) gibt es eher nicht. Hörensagen, Meinung, Lehrmeinung & Wissen existieren widerspruchslos nebeneinander. Häufig undurchdringbar überlagert durch Information der Medien und  Pressestellen.

In Google ist Umwelt grün und strahlend blau.

 

So ist Ökologie nur Spielball der Debatten - anything goes, weil es um nichts geht1.

 

Angesichts unserer unzureichenden Fähigkeiten, ökologische Risiken einzuschätzen sowie Lösungen aufzuzeigen, bedarf es selbst zur Manipulation, im Falle politischen,

wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erfolgszwangs, nicht viel. Die Sammlung öffentlicher Aufmerksamkeit auf harmlose (Gefühls)Themen ist hier ebenfalls einzuordnen.

 

Eine qualifizierte, oder wenigstens pluralistische Einschätzung ökologischer Sachverhalte, erfordert (leider) mehr, als gesunden grünen Menschenverstand, zusammen mit dem jeweils passenden wissenschaftlichen Statement.

 

Im Falle fehlerhafter Angaben freuen wir uns über das Korrektiv kritischer Leser.

Lösen Moose Feinstaub-Probleme in Städten?
Absorbieren Moose Feinstaub? Ja! Zudem ist die vertikale Begrünung in Städten eine wichtige Zukunftsaufgabe. Hersteller von Mooswänden, bedienen sich allerdings Informationen, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Dies zeigt eine einfache Sensitivitätsanalyse. An der Zukunft der Städte zu arbeiten bedeutet nicht, dass man nur Visionen verkauft.

Are bryophytes able to absorb atmospheric particulate matter?
Yes, they are! And further there is an absolute necessity for vertical greening of cities. But manufacturers information about benefits of several square meter moss-wall are not scientifically sound. An easy to understand sensivity analyses shows discrepancy between claim and reality. To work on cities future means not to sell only visions.
Limnoterra_Moose_Feinstaub_2019.pdf
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Eine dichte Packung des geschützten Weißmooses (teilweise abgestorben durch permanente Verdunstung kalkhaltigen Gießwassers) an der Feinstaub-belastete Luft vorbeistreicht; nicht anders, als an einer Hauswand.

Letzter Stand biologisch-technischer Innovation?

Nachhaltigkeit und Grenzwerte. Das Beispiel Chlorid
Wie steht die Stadt Stuttgart eigentlich zu ihren lokalen Trinkwasserressourcen?

Damit ist weder Bad Cannstatter Mineralwasser im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21 angesprochen, ebenso wenig der Bodensee, oder Wasser aus dem Donauried.

Das Beispiel Stuttgarter Wildparkseen zeigt, wie schwierig es ist, Nachhaltigkeit im deutschen Wassersektor konkret werden zu lassen. Gelegenheit zu zeigen, dass vergleichsweise einfache ökologische Probleme heute mutig angegangen werden, um sie nach einigen Jahren - solche Probleme erfordern meist richtige Weichenstellungen und viel Zeit - gelöst zu haben. Oder auch nicht.
Limnoterra_Grenzwerte_Chlorid_2019.pdf
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Der über den natürlich anmutenden Bernhardsbach mit winterlichen Auftausalzen belastete Stuttgarter Bärensee ist frei von höheren Wasserpflanzen.

Wie ermittelt man zuverlässig Indikatorarten?
Ökologische Zeigerwerte, Indikatoren für Gewässer- und Luftbelastung, Zeiger für den Klimawandel - kaum eine Pflanzenart, die dem Anwender nicht Hinweise auf bestimmte Umweltzustände geben soll.
Der Nachteil: Es handelt sich fast immer um reine Einschätzungen von Experten.
Eine empirische Überprüfung fehlt meist ebenso, wie Angaben über die Güte des Indikators. Eine Indikatorarten-Analyse hilft.
Limnoterra_Indikatorarten_Informationen_[...]
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Bei Zeigerwertberechnungen
(Ellenberg & al. 1992) ist zu berücksichtigen, dass Zeigerwerte u.U. stark korrelieren.


Besonders betroffen sind

Stickstoff/Feuchte      (rSP =    0,40)
Stickstoff/Licht          (rSP =  - 0,37)

Feuchte/Temperatur   (rSP = - 0,21).

 

Die Interpretation von Ergebnissen, beim Vegetationsmonitoring (Klimawandel, Nutzungsänderung...)  ist daher nicht zwangsläufig schlüssig.

Artenkennerinnen im 21. Jahrhundert
Über Dekaden von bürgernahen Politikern als „Blümles“*- und Käferzähler belächelt, wissenschaftlich diskret abserviert (...kein Renommee fürs Uni-Ranking), in unbedarften Pressemitteilungen als Sonntagfrühstücksmeldung (...es summt und brummt im Streuobstland) noch geduldet, fließen nun Krokodilstränen um die letzten ihrer Art.
Hat sich etwas geändert? Die eingesetzten Haushaltsmittel wurden erhöht.
Die - nimmt man die absehbaren ökologischen Veränderungen ernst - dringend gebotene wissenschaftliche Professionalisierung (s.o.), Anerkennung² und Verstetigung des Natur- und Umweltschutzes ist kein Thema.
Genug für eine Beerdigung 1. Klasse.

*Schwäbisch: Blümchen
Limnoterra_Artenkenner_2019.pdf
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Artenkenner/innen retten nicht die Welt.
Wissen aber meist von was sie reden.

The Funaria-test - ecotoxicological testing of polluted waters
The Funaria-test (Funaria hygrometrica) fulfills several demands of a toxicological laboratory test for water soluble substances. Due to its sensitivity, short reaction time and haploid set of chromosomes Funaria complements the established Lemna-test ideally.
More detailed information needed? See Downloadbereich Veröffentlichungen.
Limnoterra_Funariatest.pdf
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1  vgl. E. Raether, Die Zeit 33, S.3: Tabu ist ... alles Große. Gesagt werden darf das Kleine.

²  meint: Reflektiert-sachliche Anerkennung der Notwendigkeit, Umweltkosten menschlichen
   Handelns
sachlich darzulegen und zu beziffern.

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