Limnoterra
Limnoterra

Hier finden Sie Limnoterra

Dr. H. Tremp
Schuhgasse 2
71083 Herrenberg

 

oder nutzen Sie das
Kontaktformular

Wiesengräser

Gräser des Grünlandes

Grasansaat auf Tonboden (Pelosol)

 

Rund 13% der Fläche Deutschlands (35,7 Mio ha) wird von Grünland dominiert (4,7 Mio ha).

 

In Baden-Württemberg sind es 20% (ge-schätzt) der Bodenfläche, die von Gräsern dominiert wird. Der Grünlandanteil (Wie-
sen & Weiden) an der landwirtschaftlich genutzten Fläche beträgt 38%.

 

 

 


Gräser prägen daher ganze Landschaften.

 

 

 

Gezeigt sind häufige Süß- und Sauergräser (Seggen). Vertreter beider Familien tre-ten wegen unterschiedlicher Standortansprüche kaum in Konkurrenz zueinander. Allerdings ist die Schnittverträglichkeit (interkalare Meristeme an den Stengelkno-ten) bei Süßgräsern höher.

Artenreiche Wiesen vs. Ein- und Übersaat

Die Verringerung der Artendiversität von Wiesen steht meist mit der Aufgabe traditi-oneller Mahdnutzung (z.B. Heugewinnung) in Zusammenhang. Selbst wenn das Nutzungsregime erhalten bleibt, gibt es eine Fülle weiterer Faktoren (Dürreperioden,
Stickstoffeinträge), die mit aktuellen Artenveränderungen - meist Verlusten - koin-zidieren.

 

Darunter fällt auch die Zunahme des Rohrschwingels (Festuca arundinacea).

Ein ausdauerndes, wüchsiges und konkurrenzstarkes Gras feuchter bis wechseltrock-ener Standorte, das mittlerweile in fast allen Wiesentypen vorkommt.

Ursache dafür ist die züchterische Bearbeitung und wenig problembewusste Einsaat von Privatpersonen, Straßenmeistereien und Landwirtschaft. Ein Beispiel dafür, wie allein durch die Anwendung von regulärem Standardsaatgut - ohne Hilfe von Gen-technik, Pestiziden, Klimawandel oder Neophyten - ganz unspektakulär Biodiversität verringert wird. Letztlich sind es die vielen Mosaiksteinchen permanenter Umwelt-manipulation, die Artenzusammensetzung und -diversität in der Landschaft verän-dern. 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2004-2021 Limnoterra, Dr. H. Tremp