Limnoterra
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Bildergalerie Ackerbegleitflora

Unkräuter & Ungräser

Acker-Gauchheil, Persischer Ehrenpreis und Schlitzblättriger Storchschnabel

 

Die Agrarlandschaft wurde früher unge-
mein sinnlich erlebt. Heute bewundern
wir in Museen expressionistische Malerei voller Kornblumen und Mohn.

 

 

Das Überleben dieser Arten auf Äckern hängt davon ab, ob noch Bereitschaft besteht, auch Unkräuter aus reiner Großzügigkeit in begrenztem Umfang zu dulden. Es ist also die Frage, ob landwirt-
schaftliche Intensivierung auf jeder Fläche betrieben werden muss1.

 

 

 

Die Aussaat züchterisch bearbeiteter (gefüllte, rosa, weisse Kornblumen - untere Bilderreihe) und nicht heimischer (Potentielle Neophyten) Ackerwildkräuter in der Feldflur, macht unser gestörtes Verhältnis gegenüber natürlichen Prozessen einmal mehr deutlich. Auch die Weitergabe von Wildblumenmischungen (Info z.B. Botanik Bochum), die nach Überprüfung gerade einmal 15% (nur wenige Produzenten sind hier auszunehmen)  heimische Arten enthalten, ist gut gemeint, hat aber wenig mit Nachhaltigkeit und Förderung der Artenvielfalt zu tun. Man sollte sich an exotischen Arten im eigenen Garten erfreuen.

Dicke Trespe (Bromus grossus)

 

Ein besonderes Ackerwildgras ist die Dicke Trespe (Bromus grossus).

 

Sie zählt zu den Arten von gemeinschaf-
tlichem (Europäische Union) Interesse und genießt daher besonderen Schutz.

 

 

 

Nur in wenigen Bundesländern ist ihr Vorkommen belegt. Ihr Schwerpunkt-Vorkommen liegt in Baden-Württemberg.

Ihr Erhaltungszustand ist nach FFH-Bericht (2019) schlecht.

1

U. Hampicke (2006). BfN-Skripten Nr. 179.
„In der mitteleuropäischen Kulturlandschaft wirken seit Jahrzehnten die schärfsten Leistungsanreize, ja Leistungszwänge, gegen den Naturschutz. Die ökonomischen Rahmenbedingungen zwingen insbesondere den Landwirt zu Intensivierung, Rationalisierung und betrieblichem Wachstum; sie zwingen ihn unablässig dazu, die Rücksichtnahme auf die Artenvielfalt hintanzustellen. Jedes Kilogramm erzeugten Weizens wird ihm bezahlt. Jede Kornblume hingegen senkt den Ertrag und erhöht den Aufwand – also wird sie bekämpft. Es verdient Erwähnung, dass diese Akteure in der Landschaft nie zu den (...) Gewinnern der Ellenbogengesellschaft gehören, sondern oftmals um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen.“

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