Limnoterra
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Bildergalerie Risikoanalyse

Das Beispiel Bastardindigo (Amorpha fruticosa)

Ausgangslage

 

Das Bundesnaturschutzgesetz bestimmt, „...die Auswirkungen der Ausbreitung (invasiver Arten) zu vermindern, soweit der Bekämpfungs-
Erfolg nicht außer Verhältnis zu dem erforderlichen Aufwand steht.“

 

Bereits weit verbreitete und etablierte Neophyten lassen sich zwar lokal bekämpfen, doch meist

 

  • unter hohem Aufwand
  • mit ungewissem Ausgang
  • nicht nachhaltig.

Was ist mit Vorbeugen?

Es bestehen nur ansatzweise Vorstellungen darüber, ob prognostiziert werden kann, wie (noch) nicht etablierte Arten in der Lage sind, in die heimische Vegetation einzudringen. Zur Beurteilung der Invasivität von Arten ist dabei vor allem der Landschaftsmaßstab relevant.

 

Warum?

Weil hier entscheidende Nutzungsänderungen erfolgen und hier der Ausgangspunkt einzuleitender administrativer Maßnahmen liegt. Mit der Zielvorgabe, für diese Maßstabsebene Aussagen bereitzustellen, wird die unüberschaubare Fülle (häufig) redundanter biologisch-ökologischer Artmerkmale nicht ignoriert, dafür aber sinnvoll relativiert.

 

Ergebnis und Handlungsanweisung

Das Beispiel Bastardindigo zeigt, dass nur wenige "wirksame" Arteigenschaften für eine begründete Risikoeinschätzung (Invasionsszenario) genügen. Das Konzeptionelle Modell legt nahe, dass nach überschreiten einer kritischen Populationsgröße, die invasive Besiedelung des Bastardindigo entlang degradierter Auen (Polderflutungen, Anstieg von Sümpfungswässern, Gewässervernetzung) einsetzen kann. Initialvorkommen der Art sind daher zu roden. Für zwischenzeitlich überall etablierte neophytische Gehölzarten stehen Rodungen meist außer Verhältnis zum erforderlichen Aufwand.

 

Differenzierte Risikoanalysen wurden von Limnoterra für den Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) und den Baumtabak (Nicotiana glauca) erstellt.


Veröffentlichung

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