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Der Grafenberg bei Herrenberg

Farben der Jahreszeiten

Wolkenstau am Grafenberg.

 

Ein nach Südwesten ausgerichteter Berg-

vorsprung des Schönbuchs (Baden-Württemberg), auf dem noch bis 1935 Wein angebaut wurde. Bekannt durch seine Artenvielfalt, wurde er 1969 als erstes Naturschutzgebiet im Landkreis Böblingen ausgewiesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist ein Landschaftsausschnitt hoher Artendiversität und Ästhetik und optisch-

visuellen Reichtums. Die Flächen des Schwäbischen Heimatbundes (SHB) umfassen den gesamten Bergsporn mit etwa 6 Hektar. Sie werden beispielhaft gepflegt.*

Durch frühe Mulchmahd im Mai und bestimmte Formen dauerhafter Beweidung ver-armen die Wiesen seiner Umgebung zunehmend an Kräutern und Gräsern.

 

 

Bilder-Dreiergruppen zeigen Ansichten (Monatsmitte) der Jahre 2014, 2015 & 2016.

Phänologie

 

Phänologie ist die Wissenschaft, die die periodischen, d.h. jährlich wiederkehrenden Entwicklungsstadien der Pflanzen (hierzu zählen Blüte, Fruchtreife, Laubfall u.a.m.) beschreibt. Die Eintrittszeiten im Frühjahr stehen in engem Zusammenhang mit der Wärmesumme (z.B. Summe der Tagesmittel) des jeweiligen Jahres.

 

Erste phänologische Beobachtungen in Baden-Württemberg erfolgten bereits Ende des 18. Jahrhunderts.

 

Vor über 100 Jahren erstellte B. Bentele (1915) nebenstehende Karte von Baden-Württemberg. Sie zeigt die damalige mittlere Eintrittszeit (Phänologisches Datum) der Kirschblüte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus der Karte entnommene mittlere Eintritszeiten der Kirschblüte.

 

 

 

 

 

 

Oben stehende Bilder (Monatsmitte)
zeigen 2014 eine rd. um zwei Wochen frühere Kirschblüte, 2015 eine ca. ein-wöchig frühere Blüte, während die Ein-trittszeit  2016 in etwa der langjährigen Norm entsprach.

Die Flora des Grafenbergs

 

Gezeigt wird eine Pflanzenarten-Auswahl in sieben Dreiergruppen, die den Monaten März bis September entsprechen. In dem jeweiligen Monat sind diese Arten am Grafenberg blühend anzutreffen.

*     Dinkelaker, H. (2017): Der Grafenberg-ein landschaftsprägendes Naturschutzgebiet, gestaltet und gepflegt
       vom Schwäbischen Heimatbund. Schwäbische Heimat, 68(3), 302-309.

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