Willkommen bei Limnoterra
Hier steht nicht zur Debatte, wichtige Themen wie Klimaerwärmung/
Anpassung deutscher Großstädte, Arten- und Biotopschutz in der Kul-
turlandschaft oder Umgang mit Wasserressourcen würden nicht von
Politik, Medien und Öffentlichkeit adressiert.
Nur, wann stellt man über den Tag hinausreichende Fragen?
ein institutionell unabhängiges Gutachterbüro in Baden-Württemberg
untersucht Vegetation und Flora in Wasser- und Landlebensräumen
bearbeitet wissenschaftliche und planerische Aufgaben
fokussiert auf die Repräsentationslücke-Ökologie in Medien & Politik
hat eine prüfende Sicht auf ökologische Phänomene - keine verklärende
nutzt keine KI
Zur Klärung von Fragen aus Biologie und Ökologie verwendet Limnoterra keine
Diese webiste existiert über 20 Jahre. Durch kontinuierliche Erweiterung der Um-weltthemen und eigener Forschungstätigkeit ist sie nicht nur eine Materialsamm-lung, sondern ein Lesebuch zu Umwelt- und Naturschutz in der Metropolregion Stuttgart und dem Bundesland Baden-Württemberg.
Umweltinformation im Netz - konkret & substanziell
Ökologische Prinzipien können Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften sein und der Zustand der Umwelt ist Spiegelbild unserer gesellschaftlichen Entwicklung.
95% der Verwaltungsaufwandes in der Bundesrepublick Deutschland, ebensogut könnte man die Zahl an Behörden/Ministerien, die Zahl der Beschäftigten oder die dafür bereitgestellten Finanzmittel
anführen, bedienen die Sektoren Gesellschaft
und Wirtschaft. Der große Anteil der verbleibenden 5% versorgt die Öffentlichkeit mit Geschichten aus der Natur und ein verschwindend kleiner Rest versucht den
Umwelt-, Arten- und Lebensraumschutz irgendwie umzusetzen.
So wenig stimmig das verbreitete Bild der Nachhaltigkeitspyramide ist, so selten stimmig sind "Öko"Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung, für die Umweltschutz eine Querschnittsaufgabe
ist.
Dies ist i.d.R. unproblematisch, weil ökologische Evidenz keinen Eigenwert besitzt, d.h. ohne gesellschaftlichen Zuspruch nichts ist. Umweltverbände, die unter Finan-zierungsvorbehalt stehen, wissen
das und agieren zurecht auf gemeinsamer Grund-lage mit den Behörden. Unter dem Tisch nicht-unerhebliche Kollateralschäden; u.U. die Unfähigkeit zu einer wirksamen städtischen Klimaanpassung (Neophyten).
Nach jahrzehntelanger eher zögerlicher Bereitstellung von Umweltdaten stehen diese, nicht zuletzt unter dem Druck der EU-Gesetzgebung, heute über smarte Dienste und clevere Marktplätze bereit.
Dabei bedeutet Umweltinformation heu-te Datensättigung & geduldig erklärende KI. Davor waren es lückenhafte, irgend-wie zurechtgebogene Verlautbarungen.
Hinterfragt man die Parameterwahl bei Nachhaltigkeitsindikatoren, forscht man zur Stuttgarter
Klimaanpassung, dem Zustand des Neckars, oder zu Moos-Luftreinigern;
betrachtet man die ökologischen Aspekte der Agri-Photovoltaik, den Umgang der Landeshauptstadt mit
eigenen Wasserressourcen, oder wägt die Wirkung von Hori-zontalbäumchen gegen die Teilbewaldung des Stuttgarter Gleisvorfeldes ab; fragt man sich, warum Baden-Württemberg andere Klassengrenzen
für Stickoxid-Grenz-werte als der Rest der BRD verwendet und warum nach dem Fachstudium kosten-pflichtige Artenkenner-Zertifikate erworben werden müssen, um öffentliche Aufträge zu erhalten, sind da mehr Ungereimtheiten als zufriedenstellende Antworten.
Faktenchecks ganz ohne Verständnis
Als innovativ lancierte Neuerungen stadtklimatischer Anpassung geraten vermehrt technische und architektonische Konstrukte in die
Berichterstattung der Qualitäts-
medien. Auf den ersten Blick erscheint deren Wirkprinzip plausibel - was als Fakten-check gilt, spätestens aber bei der Anwendung scheitert das Produkt vollständig.
Von solchen massiv beworbenen Klimawirkungswundern existieren nie Messreihen unter Realbedingungen. Dennoch werden sie von öffentlichen Verwaltungen gekauft, installiert und medial in Szene gesetzt.
Wissenschaft. Nicht nur Methode sondern Haltung
Solche symbolischen Maßnahmen und Pseudoinnovationen wären bei engagierter Intervention von WissenschaftlerInnen schnell vom Tisch. Leider geschieht das nicht.
Es ist verständlich, dass kritisches Hinterfragen der Geschäftsideen von Start-ups
- gar bei staatlich geförderten universitären Ausgründungen - tabu ist. Verständlich auch, dass gestandene WissenschaftlerInnen wenig für Bäumchen auf Rollen, City-breeze-Klimawunder oder Luftstaubsauger übrig haben.
Melden sie sich aber nicht zu Wort (Gründe: hohe reguläre Arbeitsbelastung, fehlen-de thematische Zuständigkeit, Abgehobenheit,
Öffentlichkeitsscheu, Abhängigkeit von privatwirtschaftlicher/staatlicher Finanzierung, Einbindung in politische/privat-wirtschaftliche Tätigkeiten) werden zunehmend wesentliche Korrekturmechanismen
außer Kraft gesetzt.
Auf der anderen Seite lassen Handlungsdruck & Wunschdenken in der öffentlichen Verwaltung Millionen an Steuergeldern nutzlos verpuffen.
Zusammengefasst
Limnoterra greift ökologische Themen auf, mit denen offenbar niemand umgehen mag. Sie liegen außerhalb der medialen und damit öffentlichen Wahrnehmung, was nicht bedeutet, sie wären unwichtig.
Die Themen berühren originäre Aufgaben der Naturschutzverbände, Berufsvertre-tungen, Universitäten/Fachhochschulen, Forschungsinstitutionen & Fachbehörden.
Limnoterra unterhält keine politischen Kontakte; über die website werden keine Ein-nahmen (Spenden) generiert und die Artikel werden nicht in größter Eile verfasst. D.h. die aufgeworfenen Themen werden hoffentlich wissenschaftlich angemessen, dabei verständlich und in der nötigen Breite erörtert.
„Das Laboratorium des Ökologen ist Gottes Natur
Und sein Arbeitsfeld - die ganze Welt.“
Heinrich K. Walter (Bedeutender deutscher
Geobotaniker.
Geb. 1898 in Odessa - gest. 1989 in Stuttgart-Birkach)
Trockenbach, Moor
Wiese, Höhle, Acker, Gräser
Wasserpflanze, Algen, Wassermoos
Torfmoos, Ackerbegleitflora, Moos, Risiko
Neophyten, Biostatistik, Bioindikator, Artenkenner
Stadtbaum, Mooswand, Strahlwirkung, Invasionsökologie
Kohlendioxid & Moore, Kräuter,
Parkseen Stuttgart, Luftqualität Stuttgart, Ammer, Grafenberg, Neckar, Peene, Faltboot,
Schiller
Limfjord, Nachaltigkeitsindikator
Klimawandel, Flechten, Diversität
Erstmalig in Deutschland beobachtete, zur Unterfamilie der Stacheligel
(Erinaceinae) gehörende Grünrückenigel (Erinaceus secretus).
Nachtaktive Jungtiere, die sich im Unterschied zu ausgewachsenen - dann
dunkelbraunen - Exemplaren durch ruckartige Fortbewegung auszeichnen.
Limnoterra ist ein Kunstbegriff. Limno ~ Binnengewässer. Terra = Erde. Diese website trägt der
Tatsache Rechnung, dass die meisten ökologischen Fachbeiträge mit der Medien die Öffentlichkeit
bedienen ausschließlich kindertauglich sind, Erwachsenen durchaus mehr zugemutet werden kann.
1 Mit zunehmender Empfindlichkeit von Gesellschaft & Politik (high-income economies) ggü. Klimawandel &
schwindender Biodiversität, entwickeln sich Themenfelder, Märkte, Strukturen, die ausschließlich in die Kate-
gorieen symbolische Ökologie (Gerhard Hard) bzw. Wohlfühlökologie (Wolfgang Haber) einzuordnen sind.
Sie verursachen hohe gesellschaftliche Kosten und verzögern bzw. verhindern wirksame Maßnahmen.
Da in der Klimadebatte die Zukunft vorweggenommen werden muss, sind Marktlösungen - diese reagieren
nur auf eine hohe Nachfrage - oft weder zweckdienlich noch nachhaltig. Die allg. Begeisterung für Ökologie
und Bioökonomie ist relativ neu. Früher wurden entsprechende Forschungs- bzw. Lösungsansätze und deren
Vertreterinnen eher belächelt. Dies wäre nicht weiter schlimm, würde Ökologie, vor allem im Umfeld relevan-
ter Technologien, in Klimaräten und grünen Geschäftsbereichen, tatsächlich von Ökologinnen betrieben.
Deren Platz besetzt aber meist - noch, oder schon wieder? - ein geschmeidig-anpassungsfähiger Zeitgeist.
2 Der größte Anteil an im Internet kursierendem Umweltwissen besteht aus copy-paste Information, die
wie-
der und wieder zu KI-Futter wird. Bei Bildern, Texten und Videos handelt es sich dabei entweder um
meist aber um unentwirrbare Mischungen aus den genannten Anteilen. Dabei wird die Öffentlichkeit meist
unterrichtet bzw. unterhalten, kaum einmal mit kritischer Distanz (offene Fragen, Probleme) und Kenntnis
informiert. Wie wir die Natur schützen sollen, erklären uns Administration und Politik und zunehmend
die von
ihnen beauftragten Medienagenturen, die kein Gespür dafür haben, wie öde so viele ihrer Kampagnen sind.
Ein Trend, selbst bei zahlreichen Verbänden, deren Geschäftsmodell mit
Natur und Umwelt in einem irgendwie
zwingenden Zusammenhang steht. Dabei arbeitet man sich an der Öffentlichkeit (= Öffentlichkeitsarbeit)
eher ab, als die Bevölkerung ins Bild zu setzen (= Bildung). So unbedeutend die gesellschaftliche Verankerung
von Ökologen, deren Tätigkeit immer ein wenig Fassungslosigkeit ("...davon kann man leben?") hervorruft,
so beliebig politisch-administratives Umwelthandeln, dessen Niveau immer stärker absackt.
Traurige Tieraugen, Sonnenblumenfelder, der blaue Planet in der Hand eines Kindes und jedem ist klar, dass
muss eine gute Sache sein.
So entstand ein günstiges Terrain für schnelle deals, greenwashing und haarsträubende Öko-Innovationen vor
dem Hintergrund der von Gesellschaft & Politik so sehr erhofften Entlastungs- und Wohlfühlnarrative.
Daher werden im Unterschied zu etablierten Geschäftsbereichen Funktion, Umweltverträglichkeit und Relevanz
technisch-wissenschaftlicher Projekte oft nur im Nachgang beurteilt. Zur Symptomatik gehört auch, dass jahr-
zehntelang wiederholte Falschaussagen von start-ups im falschen Geschäftsbereich, aber integriertem Wel-
penschutz, bei der Erschleichung öffentlicher Fördermittel, einfach
weggelächelt werden.
Was wir über die Welt in der wir leben wissen, wissen wir über die Massenmedien (Luhmann 1996).
Letztlich entscheidet das Mediensystem und die, die es virtuos bespielen, was der Gesellschaft zugemutet
werden kann, bzw. was als informativ oder nichtinformativ gilt.
Versuchen Medien wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln, zeigt sich ein gravierendes intrinsisches Problem.
a) Für Wissenschaftler ist ein ja oder nein zu einem unbekannten
Sachverhalt prinzipiell gleichwertig,
so lange bis eine klärende Untersuchung (Hypothesenprüfung) vorliegt. Wissenschaftlichkeit bedeutet nicht
Gesunder Menschenverstand; der entspringt eher unserer kollektiven Erfahrungswelt. Womöglich zeichnen
sich interessante Wissenschaftler gerade dadurch aus, dass sie ihren GM auch mal abschalten können.
Bei komplexen und neuen Herausforderungen ist in Zeiten ungefilterter Kurznachrichten und Aufmerksam-
keitsslots der Apell an den Gesunden Menschenverstand - den wirklich ein jeder qua Geburt besitzt - ein
billiges Mittel medialer Überzeugungsarbeit vor dem Hintergrund schlichter Ahnungslosigkeit.
Beispiele für laufend geäußerte Behauptungen, die zumindest fragwürdig sind und von
Medien, Administration,
zahlreichen Umweltverbänden und den Adressaten grün-verbrämter Werbung ungeprüft übernommen und
weiterverbreitet werden:
b) Medienschaffende sollten zwar einem ähnlichen Anspruch wie a) genügen, nur gelingt es ihnen so viel
schlechter. Warum?
Demnach werden Themen aus dem Beliebigkeitsraum Ökologie eher positiv-tendenziös verarbeitet und finden
sich so laufend kolportiert über die gesamte Presselandschaft verteilt. Ein Themenfeld ohne echte Kontrover-
se und daher weitgehend unkontrolliert.
Limnoterra sieht alle unabhängen & demokratischen Medien wohlwollend, kann ihnen ihre Unausgewogenheit
und die bei ökologischen Sachverhalten meist recht nachlässige Recherche aber nicht nachsehen. Schon gar
nicht, wenn offensichtlich ist, dass Natur- und Umweltberichterstattung nur der Unterhaltung wegen, oder
ganz stereotyp, der kompakten, personalisierbaren und punktuellen Augenblicksreize (Pörksen 2025) wegen
(Boulevard-Journalismus), geschieht.
Profiteure aller Art können sich auf diesen Masseneffekt (goutiert wird, was man glaubt zu kennen)
verlassen.
Medienschaffende sehen sich selbst zwar als informiert/objektiv - für ihren Anteil an der auf Hochtouren lau-
fenden Verflachungsmaschinerie sind sie blind. Würden Zeitungsredakteure wieder - so wie es sich gehört -
bei mehreren Fachleuten rückfragen, würden sie laufend die frustierende Erfahrung machen, dass ihr heißes
Thema u.U. nicht einmal ein Thema ist und Fragen von Relevanz ganz andere sind. Aber warum sich mit frust-
rierenden Antworten zufriedengeben? Die richtigen Ansprechpartner sind nicht Langweiler sondern Weltretter!
Daher muss eine jede/ein jeder selbst herausfinden, welche Intentionen Internet-Beiträgen
zugrunde liegen
und warum sie bei der Google-Recherche oben stehen, oder eben unauffindbar sind. Auch warum so vieles von
hochkarätigen Fördergremien - oder auch unhinterfragt - exzellent befunden wird, dann leider doch nichts be-
wirkt, um schließlich klammheimlich zu verschwinden. Peinlichkeit, als Ausduck dafür, dass man sich gesell-
schaftlich noch irgendwie verpflichtet fühlt, hat wohl ausgedient.
Medienkompetenz ist das Zauberwort. Nur wird es immer schwieriger, diese
in Fragen ökologischer Nach-
haltigkeit noch zu erlangen, weil vertrauensgewürdigte öffentliche, universitäre und außeruniversitäre For-
schungseinrichtungen zunehmend meinen, die Werbetrommel in eigener oder politischer (Finanzierung!)
Sache rühren zu müssen und dies Medienspezialisten (ab da gilt: Wirkung vor Richtigkeit) überlassen.
Warum man es mit sperrigen Informationen ohne Unterhaltungswert bei Limnoterra versuchen sollte?